Rauchmelder retten Leben !
In Rheinland-Pfalz müssen bis 2012 auch bestehende Wohnungen mir Rauchmeldern nachgerüstet werden. Rechtlicher Hintergrund hierzu die Landesbauordnung Rheinland-Pfalz. Information des SWR hierzu.

Rheinland-Pfalz führte als erstes Bundesland im Dezember 2003 die Rauchmelderpflicht für Neu- oder Umbauten mit Wohnnutzung ein. Im Juli 2007 wurde diese Rauchmelderpflicht auch auf bestehende Wohnungen ausgeweitet. Das heißt, das nun auch in Rheinland-Pfalz eine generelle Pflicht zur Installation von Rauchmelder besteht. In der Landesbauordnung ( LBauO ) Rheinland-Pfalz ( § 44 Abs. 8 ) heißt es dazu:

" In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Rauchwarnmelder müssen so eingebaut und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. "

Mittlerweile haben weiter Bundesländer (  Saarland Feb. 2004, Schleswig-Holstein Jan. 2005, Hessen Juni 2005 ) die Rauchmelderpflicht eingeführt. Teilweise gilt eine generelle Rauchmelderpflicht, es wird also nicht zwischen Alt- und Neubauten unterschieden.

In Deutschland sterben jährlich ca. 600 Menschen bei Bränden. Besonders Nachts ist ein Brandausbruch in Privathaushalten sehr gefährlich. Man wird im Schlaf von dem Feuer überrascht. Entgegen der landläufigen Meinung, sterben die meisten Menschen nicht durch das Feuer sondern durch den hochgiftigen Brandrauch. Dieser breitet sich um ein vielfaches schneller aus als das Feuer.
In einem solchen Brandrauch sind Tausende hochgiftiger ( hochtoxische ) Gase enthalten. Allen voran Kohlenmonoxid, das bei einer Verbrennung mit unzureichender Sauerstoffzufuhr, was bei fast jedem Brand innerhalb von Gebäuden der Fall ist, entsteht. Das Kohlenmonoxid reichert sich rasch in größeren Konzentrationen im Brandrauch an. Es hat den Nachteil, das es sich 300 mal besser an das Hämoglobin bindet als Sauerstoff. Dadurch entsteht eine Sauerstoffunterversorgung des Kreislaufes die zwangsläufig zur Bewusstlosigkeit und bei anhaltender Aufnahme von Kohlenmonoxid unweigerlich zum Tode führt. Man erstickt schlicht und einfach.
Es genügen bereits 100 Gramm Schaumstoff ( z.B. in Polstermöbeln enthalten ) um eine tödliche Rauchvergiftung zu erleiden. Eine tödliche Rauchvergiftung kann bereits nach 2 Minuten eintreten.

Bei einem Wohnhausbrand in Nickenich im Jahr 2003 kamen ein Familienvater und seine Tochter mit dem Schrecken davon. Sie wurden durch Rauchmelder geweckt und konnten sich noch vor Eintreffen der Feuerwehr Nickenich aus dem brennenden Wohnhaus retten.

Noch vor ein paar Jahren waren Rauchmelder relativ teuer. Dieses hat sich aber glücklicherweise geändert. Im Vergleich zu einem Menschenleben, das man lieb gewonnen, an das man sich gewöhnt hat, ohne das man nicht mehr leben möchte, erscheinen die Kosten für einen Rauchmelder gerade zu lächerlich. Das sollte uns unser Leben wert sein.
Schenken Sie doch einfach mal das etwas andere Geschenk, ein Rauchmelder ist ein Anfang. Achten Sie beim Kauf auf eine Kompetente Beratung und auf folgende Dinge:

  • VdS-Prüfzeichen
  • mit Warnfunktion bei
    Nachlassen der Batterieleistung
  • batteriebetrieben
  • mit Testknopf zur Funktionsüberprüfung
  • Rauch kann von
    allen Seiten
    gut in den Melder eindringen
  • Beachten Sie die Installationsanleitung


Jeder kann Leben retten.

Weitere Informationen finden Sie hier: Rauchmelder-Lebensretter , Lexikon Brandmelder

Für Fragen, insbesondere über den richtigen Installationsort stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Ich habe eine Frage

 

Ihre Feuerwehr Kruft